verträumtes Kuckucksnest
verträumtes Kuckucksnest
 

Die Legende über den Heinsberger Kuckuck und warum die Heinsberger noch heute "Kuckucks" heißen!

Der K u c k u c k

Heinsberger Sagen - Auszug aus der Heinsberger Dorfchronik

 

Ein langer, strenger Winter hatte geherrscht. Der Schnee wollte im Tal und in den Rüsper Bergen nicht weichen. Die Bewohner von Heinsberg wurden unruhig und bedrängten den Schuldheißen doch etwas zu unternehmen.

Dieser ließ denn durch den Nachtwächter den Gemeinderat im Spritzenhaus zusammenkommen und hielt eine Rede:

„Myne loiwen Luie vamme Hoinsberge. Halwen Moi, knoidoip Schnoi. Koin Koern an der Ere, koAin Spier Gras op der Wiese. Et giet Hunger un Kummer imme Hoinsperge. Woi Rot wait, deu lot heren“: Einer hat einen guten Rat: „Wann de Kuckuck roipet, dann gieret Froihjohr. In Hespern doh het se Kuckucks, dpo däouget.

So wurde beschlossen einen Kuckuck zu besorgen. Zur selben Zeit hauste im Dorf ein fahnenflüchtiger Hessen-Darmstätischer Soldat. Für einen Kronentaler wollte er einen tauglichen Kuckuck besorgen. Einen halben Taler Vorauszahlung als Wegzehrung in der Tasche rief er in Hesborn auf der Straße:“ Heißa! Der Kuckuck, der Kuckuck soll leben! Es lebe der Kuckuck und Hersborn daneben.“ Die Hesborner Einwohner reagierten aber sauer auf seine Worte, weil sie überall mit dem Kuckucksruf geneckt wurden. Hatte doch an einem schönen Frühlingsmorgen, als im Wald ein Kuckuck seinen Ruf ertönen ließ, ein pflügender Bauer Pferd und Pflug stehen lassen und war auf einen Baum geklettert, um beim Wettkampf im Kuckucksrufen seinen Hesbornern-  hessischen Artgenossen zu unterstützen.

Mit Reschflegeln und Mistgabeln verjagte die in ihrer Ehre gekränkte Dorfjugend den fremden Eindringling. Auf dem Heimweg nach Heinsberg machte er sich Gedanken, wie er an das restliche Geld kommen könnte. Ein Soldat darf nicht verzagen. Er stieg auf einen hohe Baum vor dem Dorf und rief den heilen Tag:“ Kuckuck, Kuckuck“, bis er heiser wie eine Krähe war. Im Dorfe hörte man den Kuckucksruf und jeder reagierte auf eine andere Art und Weise

 

 

 

 

Der Gemeinderat freute sich, dass der Schnee nun schnell weg ginge, dass Frühjahr käme und die Wiesen grün wurden.

Stoffel und Wilm, zwei, die oft im Wirtshaus anzutreffen waren, freuten sich, als sie beim ersten Ruf ihren Taschen noch ein paar Struiewer fanden. „Nui he vy doch dat ganze Jahr Geld. Do drop we vy ennen drinken.”

Die ergraute Marie-Christiene nuschelte durch ihre Zahnlücken:“ Kuckuck, Kuckuck, sieg my wohr, wiuviel Friggers in diesem Johr?“ Als der Ruf nicht aufhörte, wurde es ihr doch etwas unheimlich.

Das junge, hübsche Mariechen fragte so aus Langeweile: “Kuckuck! Sieg my ohne Spott, wieviel Johr iek wachten matt“ Beim vielen zählen wurde sie ganz traurig und fing an zu weinen. Hätte sie nur das fragen gelassen!

 

Der Küster fragte auch nach Hochzeiten und Taufen und freute sich riesig, dass es eine fruchtbares Jahr geben sollte. Stimmte es doch überein mit dem Ginster, der im letzten Jahr so stark geblüht hatte.

So gab der Kuckuck auf vielfältige Fragen guten Bescheid. Außer Mariechen freute sich das ganze Dorf. Nach ein paar Stunden, als der Soldat schon ganz heiser vom vielen Rufen geworden war, ging er zum Schultheiß und forderte den fälligen halben Thaler. Auf die Frage:“ Wo giäst diu ne?“ bekam er die Antwort:“ Als ich auf die Heinsberger Drift kam und der Kuckuck den vielen Schnee sah, konnte ich ihn nicht länger halten. Er flog auf eine Birke und machte sich gleich an die Arbeit. Ihr sollt sehn, in drei Tagen sind die Berge grün!“ Der Dorfschulze glaubte ihm und gab noch eine Belohnung hinzu. „Schönen Dank“, sagte der Soldat und ging in den nächsten Tagen aus Heinsberg fort. Den Kuckucksruf hörte man natürlich auch nicht mehr.

 

Die Berge behielten ihre weiße Wintermütze auf dem Kopf, und erst Johannestag gab es Tauwetter. Die Felder blühten, die Vögle fingen an zu singen, die Frauen gingen in die Gärte. Der Gemeinderat debattierte und meinte der Kuckuck habe seien Pflicht nicht erfüllt. Man fragte sich, ob es überhaupt ein richtiger Kuckuck gewesen sei.

Stoffel und Wilm hatten das ganze Jahr Lichtemess in ihren Taschen. Als ihre Kreide zu lang wurde uns sie dennoch nicht bezahlten, wurden sie aus dem Wirtshaus geworfen. Alle Schuld hatte der Kuckuck.

 Marie -Chritine wartete das ganze Jahr auf ihre Frigger. Auf dem Schützenfest, als alle anderen Mädchen tanzten blieb sie auf der langen Bank sitzen. Sie war wieder einen Jahrgang tiefer ins alte Buch gekommen und verflucht den Kuckuck in Grund und Boden.

Der Küster, der manchen Hochzeitstaler und Taufgroschen durch die Finger hatte gleiten lassen, ehe er ihn besaß, konnte nur eine Geburt vermelden. Mit seinem Küsterlatain am Ende zweifelte er an Kuckuck und Ginster.

Nur Mariechen hatte gut Lachen. Hatte doch der schwarze Krauskopf, der Sohn des reichsten Bauern, um ihre Hand angehalten. Hochzeit sollte im nächsten Jahr sein. Auf der nächsten Versammlung beschloss der Gemeinderat:

„Doi Kuckuck von diesem Johre deoget nix. Hoi wärt awsat un fiär vyuelfry iutraupen. Doi alle Zoldote, doi de Gemoinde bedraogen giät, soll fiar aiwige Tyen iutem Duarpe verschwingen. Dfiar sall uns Klauke un bibelfaste Kiarkenviarsgeher Hangeost ernannt weeren, jedes Froihjohr, seo imme dian hallewen April rime, iut Hesern en dichtigen Kuckuck zu guallen. Neotfalls sall hoi sälläwär ännen iutherken.

„Van Recht wiägen.“

 

 

 

 

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